Dienstag, 4. Juni 2024

CHIWA - VON MEDRESSEN, MOSCHEEN UND MENSCHEN

Hallo ihr Lieben,

nach einem bescheidenen Frühstück in einem bescheidenen Hotel - die Insolvenz unseres Reiseveranstalters macht sich zusehends bemerkbar - haben wir uns aufgemacht, um Chiwa (gehört zum UNESCO Weltkulturerbe) zu erobern. Zuerst schauten wir uns die Muhammad Amin Khan Medresse an, die im 19 Jh. erbaut wurde. Bekannt ist euch bestimmt von Bildern die sogenannte Kalta Minor, das unvollendete oder verkürzte Minarett. Es ist knapp 30 statt 80 Meter hoch geworden. Sowohl das Minarett als auch das Gebäude sind mit glasierten blauen Keramikfliesen übersät, die einzeln gebrannt, nummeriert und dann in der richtigen Reihenfolge angebracht wurden. Es ist das Wahrzeichen der Altstadt. Nebenan befindet sich übrigens ein gehobenes Hotel, das Teile der Medresse als Hotelzimmer nutzt.
Auf dem Weg zur berühmten Dschuma-Moschee, der ältesten Moschee Chiwas, die im 10. Jahrhundert erbaut wurde, kam mein persönliches Highlight des Tages: Eine Einheimische hat mitten auf dem Platz in einem alten Steinofen gefüllte Teigtaschen und Kräuterfladenbrote gebacken. Diese werden übrigens an die Innenseite des Steinofens geklebt bis sie gar sind und schmecken köstlich! Ihre Tochter hatte ihr dabei assistiert, weil sie einmal die Tradition fortsetzen wird.
Beim Bummeln kamen wir dann an einer Jurte in einem Innenhof vorbei, wo uns eine Schulklasse entdeckte und in Beschlag genommen hatte bis wir das obligatorische Touri-Foto geschossen haben. Für Kinder sind wir nämlich hier so etwas wie VIPs:-).
Danach tauchten wir in ein Meer aus 200 Säulen in der besagten Dschuma-Moschee ein, die älteste Säule kommt übrigens aus Indien und ist aus Baumwollholz gefertigt. Claudia aus der Schweiz kam aus dem Staunen nicht mehr raus, Ernie und ich machten uns wiederum aus dem Staub, um mein Ausgehkleid für heute Abend zu besorgen.
Dieser wird allerdings kurz ausfallen, da wir morgen früh einen Inlandsflug nach Taschkent haben und dort unseren letzten Tag in Usbekistan verbringen.

Viele Küsse
eure Maggie





















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