Hallo ihr Lieben,
gestern haben wir den Abend in einem Vergnügungsstädtchen nahe des Hilton-Hotels ausklingen lassen. Es war herrlich die UpperClass von Usbekistan zu beobachten, wie sie ihre Kinder in den Ferien verwöhnen und das Nachtleben in einem künstlichen Städtchen genießen. Wir haben wieder fürstlich gespeist und sind todmüde ins Bett gefallen.
Heute morgen haben wir Koffer gepackt und nochmal ein paar Höhepunkte in Samarkand abgeklappert, angefangen mit einer Papiermanufaktur und Seidenspinnerei. Das Papier wird hier aus der Rinde von Maulbeerbäumen gewonnen und daraus Souvenirs wie Karten, Taschen und Oberteile gefertigt. Angeblich darf es sogar darauf regnen und es reisst nicht. Mich hat vor allem die Wassermühle mit Teekannen fasziniert.
Dann sind wir wieder einmal in einen Traum aus 1001 Nacht eingetaucht, in die Shahi Zinda Nekropole, die aus mehreren Mausoleen der Familie Timurs und seiner Freunde besteht. Da heute das Freitagsgebet war, war es allerdings ziemlich voll und bei über 30 Grad auch mega heiß. An solchen Tagen streue ich immer Elektrolyte in meine Wasserflasche, um nicht schlapp zu machen und schütze mich mit einem Regenschirm gegen die Sonne.
Nächster Stopp war eine Sternwarte aus dem 15. Jahrhundert mit erstaunlichen Instrumenten, die recht genau über 1000 Sterne vermessen haben. Dennoch war ich aufgrund der Hitze nur bedingt aufnahmefähig. Nun sitzen wir in einer schönen Gartenanlage, die sehr gepflegt ist. Insgesamt ist Usbekistan unglaublich sauber. Da könnten sich die Deutschen ruhig eine Scheibe davon abschneiden. Unser Tisch wird gerade fürs Abendessen gedeckt. Gestärkt werden wir dann mit dem Schnellzug nach Buchara fahren und die Stadt noch hoffentlich vor Mitternacht erreichen.
Daher verabschiede ich mich jetzt schon bis morgen,
eure Maggie



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